Freitag, 29. August 2008

Cotopaxi, ein Versuch

Hallo zusammen
 
Am letzten Sonntag versuchten wir den Cotopaxi zu besteigen. Dieser Vulkan mit 5897m ist der zweithoechste in Ecudor. Wir hofften, dass unsere Aklimatisation in Quito auf knapp 3000m genuegen wuerde, um den 2-Tages-Trip gut zu ueberstehen.
 
Am Morgen ging es per Auto auf die 2 stuendige Fahrt zum Cotopaxi auf knapp 4500m. Dort liessen wir das Auto stehen und machten uns mit schwerem Gepeack an den Aufstieg zum Refugium auf 4750m. Dort angekommen richteten wir uns Nachtlager ein und ruhten uns ein wenig aus.
 
Am Nachmittag ging es dann Richtunng Gletscher auf 5100m um verschiedene Uebungen mit Steigeisen und Pickel zu machen. Waehrend diesen Uebungen wurde es Doris immer wieder schwindelig und sie musste pausieren.
 
Wir stiegen wieder zum Refugium und waehrend wir auf das Abendessen warteten legte sich Doris etwas hin. Ploetzlich begann sie unkontrolliert zu zittern an und klagte ueber Schwindel und Kopfschmerzen. Zudem meinte sie, sie wuerde fuerchterlich frieren. Ich versuchte sie mit meinem Koerper zu waermen, merkte aber, dass ihrer warm war und auch der Schlafsack genuegend waermte. Das Zittern nahm zu.
 
Als das Essen bereit war kaempfte sich Doris an den Tisch und hatte kaum Appetit. Auch Tee nahm sie nur mit widrerwillen zu sich. Da das Zittern nicht besser wurde entschieden wir uns sorfort abzusteigen und ein Nachtlager auf 3200m zu suchen.
 
Doris war immer gut ansprechbar und sie konnte auch ihren Rucksack selber tragen.
 
Nachdem wir ein Lager gefunden hatten legten wir uns hin um zu schlafen. Mehrmals in der Nacht kontrollierte ich den Atem von Doris und war jedesmal beruhigt, dass er tief und gleichmaessig war ohne ein "gurgelndes" Geraeusch.
 
Am naechsten morgen war Doris zwar noch schwach auf den Beinen aber doch wieder so fit, dass wir sogar etwas wandern konnten. Leider hat sich das Wetter ueber Nacht so verschlechtert, dass ein Aufstieg zum Cotopaxi eh nicht moeglich gewesen waere.
 
Wir fuhren also zurueck nach Quito, ruhten uns eine Nacht aus und genossen danach 2 Tage in Otavalo.
 
Wir wissen nun nicht genau, ob es bei Doris an der Aklimatisation lag oder ob sie ganz einfach die Hoehe nicht gut vertraegt. Um dies zu testen werden wir bei Gelegenheit nochmals einen hohen Berg versuchen, diesmal aber mit guter und richtiger Aklimatisation...
 
Lieben Gruss
Doris und Juerg

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Uii, das tönt nicht so toll. Schön, dass es Doris wieder besser geht! Passt auf und kommt gesund wieder nach Hause.